Aus der Art geschlagen

Das Sicherheitsdenken meiner Eltern hat mich als Kind und Jugendliche manchmal ziemlich genervt, weil ich bestimmte Dinge einfach als unnötige Einschränkung empfunden habe. Sie hätten auch am liebsten gesehen, dass ich im öffentlichen Dienst unterkomme oder noch besser einen Beamtenstatus anstrebe und damit in die Fußstapfen meines Vaters trete. Das ich mich immer mehr in einem kreativen Beruf gesehen habe, passte ihnen gar nicht. Meine beiden Brüder dagegen verfolgten brav den von meinen Eltern favorisierten Weg. Der eine entschied sich für ein Medizinstudium und ist heute als niedergelassener Arzt sehr erfolgreich und anerkannt.

Mein zweiter Bruder entschied sich für eine Laufbahn als Finanzbeamter und hat damit auch finanziell ausgesorgt. Ich mit meinem unsteten Lebenswandel dagegen, sorge immer noch für Kopfschütteln und Unverständnis. Während meine Brüder sofort nach ihrem Berufsstart das Thema Vermögensanlage und Vermögenssicherung angingen, ist mir das bis heute suspekt. Ich bin froh, wenn ich über die Runden komme und habe sogar noch meinen Spaß dabei. Das verstehen auch nur die wenigsten, dass mir ich trotz aller Widrigkeiten, die es bisher zu überwinden galt, mein sonniges Gemüt und meinen Optimismus bewahren konnte. Natürlich würde ich auch gern mal mehr Geld zur Verfügung haben, als ich brauche um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Wenn ich dann aber durch eine gute Auftragslage tatsächlich mal mehr erwirtschaftete und dachte, jetzt kannst du auch mal was in eine kleine Vermögensanlage investieren, gab es immer irgendwelche unvorhergesehen Ausgaben, so dass meine kleinen Reserven ruckzuck wieder aufgebraucht waren. Ich bin allerdings überzeugt, dass meine große Chance noch kommen wird und ich ein Einkommen haben werde, dass es mir ermöglicht, tatsächlich mal Rücklagen zu bilden und dann eine Vermögensanlage zu tätigen.